Autor

MOOSFLÜSTERN 

1949 heuerte der isländische Bauernverband rund 300 deutsche Frauen und Männer an, verschiffte sie nach Island und schickte sie auf Bauernhöfe, verteilt auf der ganzen Insel. Unter ihnen: Heinrich Liebers Mutter.

Vierzig Jahre später besucht der gescheiterte Bauingenieur Heinrich zum ersten Mal die Insel und das Grab seiner Mutter in Reykjavík. Er will erfahren, weshalb sie ihn damals, kurz nach Kriegsende, in Deutschland zurückgelassen hat – und wird dabei selbst in den Bann der Insel gezogen.

«Schmidt ist ein aussergewöhnliches Erzähltalent.»

Alexander Sury, Der kleine Bund

«Beim Lesen wird schnell klar: Schmidt hat Lust am Fabulieren und Erzählen.»

Britta Spichiger, Radio SRF2,

AM TISCH SITZT EIN SOLDAT

Am Tisch sitzt ein SoldatHamburg, 1967. Jón steckt mitten in den Studentenunruhen, als ihn eine Nachricht aus der fernen Heimat Island aus der Bahn wirft: Seine Mutter liegt im Sterben. Er bricht sein Studium ab, lässt die Revolution hinter sich und geht heim. Die Reise ins Hinterland der Mývatnsveit führt ihn unweigerlich in seine Vergangenheit zurück.

Die Bilder einer tristen, vaterlosen Kindheit holen ihn ein. Wieso ist sein Vater 1942, als die ganze Welt auf dem Kopf stand, im Gletscherfluss ertrunken? Warum machte man ein Geheimnis daraus, dass auf dem Bauernhof Steinholt Schnaps gebrannt wurde? Und was hat es mit dem deutschen Kriegsflugzeug auf sich, das auf dem Acker liegt und verrostet?

Jóns Fragen bringen die kauzigen Bewohner der Mückenseegegend in Unruhe. Er wird sich allmählich bewusst, dass seine Familie ein Geheimnis hütet, das nicht gelüftet werden sollte. Schon gar nicht von ihm.

»Am Tisch sitzt ein Soldat« ist eine tragisch- irrwitzige Familiensaga, mitten aus dem steinernen Herzen Islands. Es ist der zweite Wurf, ein geradezu krimineller Entwicklungsroman, des jungen Bündners Joachim B. Schmidt.

AM TISCH SITZT EIN SOLDAT, Roman, 360 Seiten Landverlag 2014

IN KÜSTENNÄHE (vergriffen)

All diese Gerüchte und halbwahren Geschichten; die abgelegenen Westfjorde Islands sind voll davon. Vielleicht ist es das Zwielicht über den tiefen Fjorden oder die endlos langen Winternächte, welche die wenigen Bewohner gelegentlich den Verstand verlieren lassen.

 

 

 

 

 

 


ROMANE

KURZGESCHICHTEN

WETTBEWERBSTEILNAHMEN

  • 1. Platz beim Schreibwettbewerb «Grosse Sehnsucht Schreiben», 2010, mit der Kurzgeschichte «Stoffel wartet»
  • 3. Platz beim Schreibwettbewerb von schreibszene.ch, 2011, mit der Kurzgeschichte «Willkommen im Dschungel, Baby!»